!5. Mühlengeburtstag findet großes Interesse

Donnerstag, 29. September 2011, 16 Uhr 30: Eine beachtliche Menschenmenge aus der Mainspitze und der Umgebung hat sich bei Rheinkilometer 493 versammelt, um die Ankunft der wiedererstandenen Schiffsmühle zu erwarten. Der Gänsehautmoment, als sie dann tatsächlich pünktlich andockte, wird den meisten Zuschauern von damals wohl immer im Gedächtnis bleiben. Nach 80 Jahren gab es wieder eine Schiffsmühle bei Ginsheim!

Seitdem feiert der Verein jedes Jahr an diesem historischen Datum den „Mühlengeburtstag“ – in diesem Jahr bereits zum 15. Mal. Das „halbrunde“ Jubiläum bot den Anlass, diese einmalige Sehenswürdigkeit noch stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern – was uneingeschränkt gelungen ist.

Bereits um 17 Uhr versammelten sich die Menschen am Steg, wurden mit einem Begrüßungsschluck empfangen und konnten sich bei freiem Eintritt in der Mühle umsehen. Führungen fanden an diesem Tag nicht statt, aber die anwesenden Mühlenführer konnten alle Fragen der Besucher beantworten.

Um 18 Uhr wurde im Rahmen einer kleinen Vernissage auf dem Getreideboden die Ausstellung der Malergruppe „Rund um Wiesbaden“ eröffnet. Die Künstlerinnen und Künstler präsentierten die Ergebnisse eines Workshops, der im Juni in der Schiffsmühle stattgefunden hat. Auch dieser Part fand großes Interesse.

Unterdessen drehte Klaus Faber, der Inhaber des Bootshauses Haupt, mit seinem Motorboot unermüdlich seine Runden und brachte die Besucher von der „neuen“ Schiffsmühle zu den Liegeplätzen der historischen Mühlen und zurück. Die kurze Fahrt im milden Abendlicht war trotz des Niedrigwassers ein besonderes Erlebnis.

Nach Einbruch der Dunkelheit erstrahlte die Mühle in einem geheimnisvollem bunten Farbenspiel, und in einem improvisierten Freiluftkino direkt am Ufer erlebten die Gäste eine Filmdokumentation über den Projektablauf im Jahr 2011 – von den Vorbereitungen über die Bauphase in Speyer bis zur Ankunft am Liegeplatz..

Danach ging man zum gemütlichen Teil über: Etwa 35 Gäste feierten bei Weck, Worscht, Spundekäs´und Woi im Inneren der Mühle tüchtig weiter. Man war sich einig: Ein gelungener Abend, der uns viele neue Freunde gebracht hat.