Bilder

Ausstellung der Malgruppe „Rund um Wiesbaden“

Anfang Juli hatten wir Besuch der Malgruppe „Rund um Wiesbaden“ mit ihrer Leiterin Tine Kaiser. Die Künstlerinnen und Künstler beschäftigten sich ausgiebig mit dem Thema „Schiffsmühle“, sowohl von innen und besonders auch von außen. So entstanden zahlreiche Skizzen, Zeichnungen und Aquarelle. Mehr als 20 dieser Bilder sind derzeit in einer Ausstellung auf dem Getreideboden zu sehen. Es ist erstaunlich, wie viele unterschiedliche Sichtweisen auf das gleiche Objekt hier zum Ausdruck kommen.

Da die Saison allmählich zu Ende geht, ist die Schiffsmühle mit der Ausstellung in diesem Jahr nur noch an wenigen Tagen geöffnet, nämlich am 11., 17., 18. und 25. Oktober sowie am 01. und 15. November jeweils ab 14:00 Uhr.  Ein Besuch lohnt sich, denn einige der Werke sind auch käuflich zu erwerben – vielleicht als besonderes Weihnachtsgeschenk für Ihre Freunde und Verwandte.

15. Mühlengeburtstag findet großes Interesse

Donnerstag, 29. September 2011, 16 Uhr 30: Eine beachtliche Menschenmenge aus der Mainspitze und der Umgebung hat sich bei Rheinkilometer 493 versammelt, um die Ankunft der wiedererstandenen Schiffsmühle zu erwarten. Der Gänsehautmoment, als sie dann tatsächlich pünktlich andockte, wird den meisten Zuschauern von damals wohl immer im Gedächtnis bleiben. Nach 80 Jahren gab es wieder eine Schiffsmühle bei Ginsheim!

Seitdem feiert der Verein jedes Jahr an diesem historischen Datum den „Mühlengeburtstag“ – in diesem Jahr bereits zum 15. Mal. Das „halbrunde“ Jubiläum bot den Anlass, diese einmalige Sehenswürdigkeit noch stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern – was uneingeschränkt gelungen ist.

Bereits um 17 Uhr versammelten sich die Menschen am Steg, wurden mit einem Begrüßungsschluck empfangen und konnten sich bei freiem Eintritt in der Mühle umsehen. Führungen fanden an diesem Tag nicht statt, aber die anwesenden Mühlenführer konnten alle Fragen der Besucher beantworten.

Um 18 Uhr wurde im Rahmen einer kleinen Vernissage auf dem Getreideboden die Ausstellung der Malergruppe „Rund um Wiesbaden“ eröffnet. Die Künstlerinnen und Künstler präsentierten die Ergebnisse eines Workshops, der im Juni in der Schiffsmühle stattgefunden hat. Auch dieser Part fand großes Interesse.

Unterdessen drehte Klaus Faber, der Inhaber des Bootshauses Haupt, mit seinem Motorboot unermüdlich seine Runden und brachte die Besucher von der „neuen“ Schiffsmühle zu den Liegeplätzen der historischen Mühlen und zurück. Die kurze Fahrt im milden Abendlicht war trotz des Niedrigwassers ein besonderes Erlebnis.

Nach Einbruch der Dunkelheit erstrahlte die Mühle in einem geheimnisvollem bunten Farbenspiel, und in einem improvisierten Freiluftkino direkt am Ufer erlebten die Gäste eine Filmdokumentation über den Projektablauf im Jahr 2011 – von den Vorbereitungen über die Bauphase in Speyer bis zur Ankunft am Liegeplatz..

Danach ging man zum gemütlichen Teil über: Etwa 35 Gäste feierten bei Weck, Worscht, Spundekäs´und Woi im Inneren der Mühle tüchtig weiter. Man war sich einig: Ein gelungener Abend, der uns viele neue Freunde gebracht hat.

 

Las Vegas am Rhein

Die Möglichkeit, in der Schiffsmühle den Bund fürs Leben zu schließen, hat sich inzwischen in der gesamten Region herumgesprochen. Die dafür reservierten Termine (jeweils am ersten Freitagvormittag in den Sommermonaten) werden stark nachgefragt – meistens werden dann drei standesamtliche Trauungen im Stundentakt abgewickelt. Trotzdem ist jede einzelne Feier sehr individuell – mal mit vielen, mal mit wenigen Gästen, mit einer ungewöhnlichen Dekoration, Spalierstehen am Steg, anschließendem Sektumtrunk oder gar mit einem zünftigen Frühstück im Freien – es gibt viele Ideen, diesen besonderen Tag am Rheinufer zu feiern.

Natürlich entstehen dabei auch zahlreiche Erinnerungsfotos. „Wir durften heute in der Schiffsmühle eine Hochzeit fotografieren“, kommentierte hinterher ein professionelles Fotostudio. „Das Ambiente ist Klasse. Auch das Museum lohnt auf jeden Fall einen Besuch.“

Am 26.06.2026 gab es um 16.26 Uhr einen Sondertermin für das Brautpaar Imdat und Neriman Ercan, die eine seltene Zahlenkombination aus Datum und Uhrzeit als Wunschtermin gewählt hatten. Da zu diesem Zeitpunkt die zuständigen Standesbeamtinnen bereits Feierabend hatten, musste der Bürgermeister Thorsten Siehr höchstpersönlich einspringen, um kraft seines Amtes die Trauung zu vollziehen. Auch solche Sonderwünsche werden nach Möglichkeit berücksichtigt.

Dass der 26. Juni ausgerechnet der heißeste Tag des Jahres werden sollte, konnten die beiden nicht ahnen. So gab es gleich zwei neue Rekorde an diesem Tag in der Mühle: Mehr als 50 Gäste schwitzten bei mehr als 50 Grad Celsius auf dem Getreideboden. Diese wirklich „heiße“ Zeremonie werden alle Beteiligten nicht so schnell vergessen …