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Schiffsmühlenverein als „Initiative des Monats“ gewürdigt

Die Hessische Landesregierung möchte das Engagement von Vereinen, privaten Initiativen, Stiftungen oder Unternehmen fördern, die sich in außergewöhnlicher Weise um das Zusammenleben in Hessen verdient gemacht haben. Besonders hervorragende Beispiele werden öffentlichkeitswirksam als „Initiative des Monats“ präsentiert und erhalten einen Anerkennungsbetrag von jeweils 500 Euro.

Es freut uns ganz besonders, dass nun unserem Verein diese Auszeichnung zuerkannt wurde. Denn die vielen Stunden, der hohe persönliche Einsatz von vielen Mitgliedern, die nun schon lange Jahre währende Aktivität unserer Helfer und Unterstützer werden nun endlich einmal von offizieller Seite angemessen gewürdigt.

Der Sprecher der Hessischen Landesregierung, Staatssekretär Michael Bußer, wird am 30. August 2018 zu uns kommen, um die Auszeichnung zu überreichen. Zu der kleinen Feier, die wir hierfür vorbereiten, werden wir unsere Handwerker, Mühlenführer, unser Aufsichtspersonal und die weiteren aktiven Helfer mit einem persönlichen Anschreiben einladen. Über die Veranstaltung werden wir – ebenso wie die Presse – berichten.

10. Jahreshauptversammlung

Außergewöhnlich gut besucht war die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins Historische Rheinschiffsmühle Ginsheim, die am Sonntag, den 18. Februar – auf den Tag genau 10 Jahre nach der Vereinsgründung – im Bürgerhaus Ginsheim stattfand. Als Vertreter des Bürgermeisters überbrachte Erster Stadtrat Albrecht Marufke die Glückwünsche der Stadt und reichte dabei auch gleich seine persönliche Beitritts-erklärung ein. Damit hatte der Verein an diesem Abend genau 302 Mitglieder.

Was vor 10 Jahren mit 31 Gründungsmitgliedern begann, kann sich sehen lassen – so Marufke in seiner Laudatio. Die Schiffsmühle sei zu einer touristischen Attraktion und zu einer kulturellen Bereicherung der Stadt geworden, die nicht mehr wegzudenken sei.

Herbert Jack, Vorsitzender des Vereins, bedankte sich ausdrücklich bei den Frauen und Männern der ersten Stunde. Ohne ihr Vertrauen und ihr Engagement in der schwierigen Anfangsphase hätte das Projekt nicht gelingen können. Die 24 Gründungsmitglieder, die heute noch dem Verein angehören, wurden mit einer besonderen Auszeichnung geehrt. Sie erhielten eine gerahmte Urkunde, dekoriert mit dem Schutzgeist der Müller, dem „Kleiekotzer“. Darüber hinaus bekam jeder von ihnen als persönliches Geschenk des Vorsitzenden ein Exemplar seiner Dokumentation „Die Ginsheimer Rheinschiffsmühle – Von der Idee zur Rekonstruktion“ überreicht, in dem die Meilensteine dieses ungewöhnlichen Projekts ausführlich beschrieben sind.

Im formalen Teil der Mitgliederversammlung ging es ferner um die turnusmäßigen Neuwahlen des Vorstands. Da der bisherige Zweite Vorsitzende Norbert Kuhnt und Beisitzer Knut Gebhardt nicht mehr für eine Kandidatur zur Verfügung standen, wurden hierfür neue Kandidaten gesucht und gefunden. Mit Robert Kammer als Zweitem Vorsitzenden kehrt ein erfahrener Mitstreiter der ersten Stunde in den Vorstand zurück, mit Frank Gill als Beisitzer wurde ein vergleichsweise „junger“ Kollege und vielseitiger Handwerker, der sich beim weiteren Ausbau der Schiffsmühle bestens bewährt hat, in das Team gewählt. Die übrigen Vorstandsmitglieder – Harald Schlott als Schriftführer, Wolfgang Faßbender als Schatzmeister, Georg Englert und Jochen Frickel als weitere Beisitzer, und selbstverständlich auch Herbert Jack als Erster Vorsitzender – wurden in ihren Ämtern bestätigt.

9. Mitgliederversammlung

Auch im vergangenen Jahr gab es für die Aktiven des Vereins Historische Rheinschiffsmühle Ginsheim wieder reichlich Arbeit. Auf der 9. Jahresversammlung am 20. Februar 2017 im Bürgerhaus Ginsheim berichtete Norbert Kuhnt, 2. Vorsitzender und technischer Leiter,  von der Tätigkeit der ehrenamtlichen Handwerker im Verein. Neben dem weiteren Ausbau der Anlage und zahlreichen Reparaturen wurde durch die landseitige Stegerhöhung der Zugang zur Mühle auch bei mäßigem Hochwasser ermöglicht.

Bei dem lang anhaltenden hohen Wasserstand im vergangenen Juni allerdings war diese Maßnahme wirkungslos. 17 angemeldeten Gruppen musste abgesagt werden. Herbert Jack, 1. Vorsitzender des Vereins, zog dennoch eine positive Bilanz des abgelaufenen Jahres. An 154 Tagen war die Schiffsmühle geöffnet; rund 5000 Besucher aus nah und fern konnten betreut werden. Jack dankte den Handwerkern sowie den zahlreichen Helfern und Mühlenführern, die während der Öffnungszeiten und bei Veranstaltungen insgesamt über 4000 freiwillige und ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet haben.

Die finanzielle Situation des Vereins entwickle sich recht erfreulich, berichtete anschließend Schatzmeister Wolfgang Faßbender. Zur weiteren Konsolidierung der Finanzen beschloss die Versammlung einstimmig eine Erhöhung des Jahresbeitrags auf  18 Euro; Partner im gleichen Haushalt und Jugendliche zahlen 9 Euro. Zuvor hatte der Vorstand bereits eine Erhöhung der Eintrittsgebühren für Erwachsene inklusive Führung von 3 auf 4 Euro beschlossen.

Die Aussichten für die kommende Saison sind ebenfalls überaus erfreulich. Bereits Mitte Februar lagen Anmeldungen von 30 Gruppen mit über 800 Besuchern vor, wusste Herbert Jack zu vermelden. Der Vorsitzende überraschte die Anwesenden zudem  mit der Ankündigung eines umfangreichen Veranstaltungsprogrammes, das im Mai beginnen wird. So sind nicht weniger als sechs Abende der Reihe „Kultur in der Mühle“ geplant; und auch rund um die Schiffsmühle wird es – teilweise in Kooperation mit regionalen Partnern – einiges zu feiern geben. Hierüber werden wir gesondert berichten.