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德国金斯海姆镇–船磨

船磨是一项金斯海姆镇数百年以来的传统,曾经最多有21座船磨同时在水流中运作,直到19世纪以前,这些船磨是放在莱茵河Altrhein水域之中,之后则被移到莱茵河的主流,自此谷物及磨制品都是用小船往来于磨坊载送,过程非常辛苦。

但莱茵河船只的交通量增加,带来了大问题,由于船磨刚好位于前往下游船只的必经之处,因此,像是磨坊因桨轮气船行经所引发的波浪冲击卡死而沉没的意外事故一再发生。

值得一提的是,直至1928年,莱茵河的最后一座船磨尚于金斯海姆镇运作,1930年代它被移往美茵兹布置为磨坊博物馆。这座莱茵河的最后一座船磨于1945年遭炸弹炸毁,今日已不复存在。

船磨的重建,不仅重现出昔日艰难的磨坊工艺,也重现出了前人如何合宜地运用简单的工具制定出令人惊叹的解决之道。

Mord und Totschlag in der Schiffsmühle

Es ist ein schwül heißer Nachmittag, Anfang September 1898. In einer Ginsheimer Schiffsmühle hantieren zwei schwitzende Mühlburschen an den Walzenstühlen. Ein Gewitter zieht auf – der Donner grollt bedrohlich. Plötzlich hören die beiden Burschen einen markerschütternden Schrei, der aus der Nachbarmühle kommt und ihnen das Blut in den Adern gefrieren lässt. Wenig später entdecken sie dort die Leiche eines Müllermeisters, zerquetscht von den Zahnrädern seines Mahlstuhls.

CoverEs ist die erste Leiche, die im kürzlich erschienenen Heimatkrimi „Die Kraft des Stromes“ serviert wird. Es bleibt – so viel darf verraten werden – nicht die einzige. Mörderische Zeiten waren das eben – zumindest in der Phantasie des Autors und Mühlenführers Jochen Frickel. Die Handlung ist natürlich rein fiktiv – real ist aber der sorgfältig recherchierte soziale und wirtschaftliche Hintergrund, vor dem sich das Ganze abspielt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen die Schiffsmühlen zunehmend in Bedrängnis, weil sie einerseits mit der Konkurrenz der neuartigen Dampfmühlen zu kämpfen hatten und andererseits dem wachsenden Schiffsverkehr auf dem Rhein im Wege waren. Genügend Konfliktstoff also für eine spannende Krimihandlung.

Der Autor möchte aber nicht nur unterhalten, sondern gleichzeitig auch Wissen vermitteln – zur Heimatgeschichte im Allgemeinen wie zur Geschichte der Ginsheimer Schiffsmühlen im Besonderen. So erfährt der Leser ganz nebenbei, wie die letzte Rheinschiffsmühle – das Vorbild unserer heutigen Museumsmühle – nach Ginsheim kam.

Das Buch ist somit das passende Weihnachtsgeschenk für alle Freunde unserer Schiffsmühle und für jeden historisch interessierten Leser in der Region. Es kann in der Schiffsmühle während der normalen Öffnungszeiten sowie an unserem Stand auf dem Ginsheimer Weihnachtsmarkt zum Preis von 9,80 € erworben werden. Der Reinerlös (nach Abzug der Druckkosten) kommt in vollem Umfang unserem Verein zugute. Weitere Bezugsquellen sind im Internet unter www.frickel-net.de aufgeführt. Dort kann auch eine kostenlose Leseprobe heruntergeladen werden.

Übrigens – wie man hört, arbeiten derzeit zwei weitere bekannte Heimatautoren an neuen Romanen, in denen ebenfalls eine Schiffsmühle das Szenario für geheimnisvolle Vorgänge abgibt. Man darf gespannt sein, zu welchen aufregenden Geschichten sie die besondere Atmosphäre eines Mühlenschiffes inspiriert hat.

Wir – der Verein Historische Rheinschiffsmühle Ginsheim – sehen es als ein besonderes Kompliment an uns an, dass unsere Schiffsmühle auch in den Kreisen der Literaten so viel Beachtung erhält.

Wo verblieb der Ponton der ehemaligen Schiffsmühle?

Diese Frage konnten wir bislang nicht beantworten. Uns war nur bekannt, dass die Schiffsmühle im Februar 1945 zerstört wurde. Hie und da kam mal die Äußerung, der Ponton wäre nach Schierstein oder auch an einen anderen Ort am Rhein  gekommen. Aber nichts Genaues war uns bekannt. Ein Zeitungsartikel, den uns Frau Jutta Ries-Leitermann nun zuschickte, bringt etwas Licht in das Dunkel. Wir zeigen hier den Artikel der Allgemeinen Zeitung Mainz vom 22./23. Juni 1963.

StGoarNach Erhalt dieser Kopie haben wir den Stadtarchivar von St. Goar angeschrieben mit der Frage, ob dort noch weitere Informationen zu finden sind. Da diese Frage erst vor kurzer Zeit gestellt werden konnte, haben wir noch keine Antwort erhalten.

Es ist schön, dass wir immer wieder von den verschiedensten Seiten Hilfe und Unterstützung bekommen. – Für diesen jüngsten Hinweis: ein herzliches Dankeschön an Frau Ries-Leitermann.