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Hochbetrieb am Deutschen Mühlentag

Nach einer ungemütlichen Woche mit häufigen Schauern, Sturm und Gewitter zeigte sich am Pfingstmontag endlich wieder die Sonne – bei angenehmen Temperaturen. Beste Voraussetzungen also für einen erfolgreichen Deutschen Mühlentag, der letztes Jahr wegen Hochwasser ausfallen musste. Der Zustrom der Besucher aus Nah und Fern war enorm – mehr als 230 von ihnen wollten die Mühle auch von Innen sehen. Ein neuer Besucherrekord und eine Herausforderung für Gästebetreuerinnen und Mühlenführer, die pausenlos im Einsatz waren und den Ansturm souverän managten.

Draußen auf der Rampe sorgte die Band Maja K. für Stimmung. Währenddessen hatten auch die Damen an der Kuchentheke und die Herren am Grill reichlich zu tun. Als sich das Publikum gegen 18 Uhr allmählich zerstreute, waren alle Vorräte aufgebraucht, und unser Schatzmeister war mit den Tageseinnahmen vollauf zufrieden.

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Feier zum 13. Mühlengeburtstag

Gemütlich ging es zu beim diesjährigen Mühlengeburtstag am 29. September  – es war bereits der Dreizehnte. Wie schon im letzten Jahr fand die Feier im vertrauten Ambiente des Getreidebodens statt, wo sich rund 30 Mitglieder und einige Gäste zusammengefunden hatten. Das Motto des Abends lautete diesmal „Weck, Worscht und Woi“, und so ließ man sich bei lebhaften Gesprächen und Live-Musik vom Piano die warme Fleischwurst, die knusprigen Brötchen und den rheinhessischen Wein richtig schmecken.

Unsere Schriftführerin Ursel Lux brachte das Publikum zum Schmunzeln, als sie ein altes Märchen über eine Mühle vortrug, wobei die Protagonisten leicht als aktuelle Vorstandsmitglieder unseres Vereins zu erkennen waren. Ein Filmausschnitt mit historischen Aufnahmen aus dem alten Rheinland fand ebenfalls großes Interesse. Auch die Gäste waren offenbar begeistert – es gab gleich drei neue Mitgliedsanträge an diesem Abend!

Hochwasser und die Folgen

Fast in jedem Jahr gibt es am Oberrhein ein oder mehrere Hochwasserereignisse. Der Schiffsmühle macht das nichts aus – sie ist an massiven Dalben befestigt und steigt und fällt mit dem Pegelstand. Wenn aber Steg und Uferweg unter Wasser stehen, ist die Mühle für Besucher nicht mehr zugänglich. Die normalen Öffnungszeiten können nicht genutzt werden, Gruppenanmeldungen müssen abgesagt oder verlegt werden, Veranstaltungen fallen aus. Das ist nicht zuletzt mit einem erheblichen finanziellen Verlust verbunden.
In den letzten Monaten hat es uns besonders hart getroffen. Bereits im November 2023 gab es die ersten Ausfälle. Am 1. Januar 2024 musste der traditionelle Neujahrsempfang gestrichen werden, mehrere kleine Hochwasserwellen hielten uns bis in den Februar hin-ein in Atem. Zum Beginn der Saison im März sah es zum Glück besser aus, doch ausgerechnet zu Pfingsten hieß es am Uferweg wieder „Land unter“. So mussten wir schweren Herzens nicht nur den angekündigten Vortrag zur Geschichte der Windmühlen absagen, sondern vor allem auch unser jährliches Fest auf der Rampe zum Deutschen Mühlentag.
Nach einer kurzen Verschnaufpause mussten wir Anfang Juni erneut für mehr als zwei Wochen schließen. Davon betroffen war auch eine geplante Trauung, die kurzfristig ins Standesamt verlegt wurde, und eine Veranstaltung mit Hildegard Bachmann, die ebenfalls umgeplant werden musste.
Nachdem das Wasser abgelaufen ist, beginnen für den Mühlenwart und seine Helfer die Aufräumarbeiten. Unmengen von Schilf, Ästen und Plastikmüll sammeln sich jedes Mal am Steg, am Schiffsrumpf und vor den Wasserrädern an. Diesmal ging es zum Glück relativ glimpflich ab: Mit etwas Nachhilfe vom Boot und vom Steg aus setzte sich der größte Teil der Holzfracht von allein flussabwärts in Bewegung. Jedoch mussten wir feststellen, dass am flussseitigen Wasserrad Schäden durch Treibholz entstanden sind: Bleche sind verbogen, Schrauben sind gerissen. Die Reparatur wird einigen Aufwand erfordern.