Bilder

Studienfahrt ins Nachbarland

Zu einem zweitägigen Ausflug ins „Krumme Elsass“ und in die Nordvogesen waren Mitglieder und Freunde des Schiffsmühlenvereins aufgebrochen. Herbert Jack hatte dafür wieder einmal ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Beeindruckend war die Mühle in Harskirchen an der Saar mit einer Technik ähnlich wie in der Schiffsmühle, aber noch voll in Betrieb. Der Besuch einer Schneckenfarm (mit Kostprobe der Erzeugnisse!) und das Holzschuhmachermuseum in Soucht waren weitere Höhepunkte am ersten Tag.  Der zweite Tag war ganz dem Thema „Glas“ gewidmet – neben der eindrucksvollen Glashütte in Meisenthal wurde auch das Musée Lalique im benachbarten Wingen-sur-Moder besichtigt.

Natürlich kamen auch Geselligkeit und gutes Essen nicht zu kurz. Besonders das ausgedehnte Mittagsmahl im herrlichen Garten der ehemaligen Mühle von Sarre-Union wird den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Deutscher Mühlentag 2022

Endlich – es durfte wieder gefeiert werden! Drei Jahre sind vergangen, seit zum letzten Mal der  Deutsche Mühlentag stattfinden konnte. Die unter Mühlenenthusiasten beliebte bundesweite Veranstaltung, die uns Jahr für Jahr viele neue Besucher gebracht hatte, fiel 2020 und 2021 wie vieles andere der Pandemie zum Opfer. Doch in diesem Jahr wurde am Pfingstmontag mal wieder kräftig gefeiert – und die Rahmenbedingungen dafür waren optimal. Am Morgen, beim Aufstellen der Pavillons, hatte es noch geregnet – aber pünktlich ab 12 Uhr herrschten ideale Wetterbedingungen an der Rampe.

Bratwürste und Flammkuchen fanden reißenden Absatz, ebenso wie hinterher Kaffee und Kuchen. Ein abwechslungsreiches Musikprogramm unterhielt die zahlreichen Besucher, die zwischendurch auch die historischen Landmaschinen der Geusemer Schlepperfreunde bestaunen konnten. Im Halbstundentakt wurden Mühlenführungen angeboten, die ebenfalls großes Interesse fanden. Zu längeren Staus kam es dennoch nicht, denn die Organisatoren hatten für die Interessenten Kärtchen mit verbindlichen Startzeiten vorbereitet, so dass man die Wartezeit beim Begleitprogramm überbrücken konnte.

Die Besucherinnen und Besucher waren sich mit den zahlreichen Helferinnen und Helfern einig: Ein gelungenes Fest, auf das man lange warten musste.  Obwohl der Mühlentag ein wenig im Schatten des benachbarten Burgfestes steht, haben auch diesmal wieder unsere treuen Freunde wie auch viele auswärtige Gäste ein paar schöne Stunden am Rheinufer verbringen können.

Holpriger Neustart nach langer Pause

Lange mussten wir in diesem Jahr warten, bevor wir die Schiffsmühle wieder öffnen konnten. Vor allem die Einhaltung der Abstandsregel war bei einer normalen Führung nicht zu gewährleisten.

Als dann im Sommer die Corona-Beschränkungen gelockert wurden, kündigten wir frohen Mutes die Wiedereröffnung für den 24. Juli an. Doch dann kam – zum zweiten Mal in diesem Jahr –  das Hochwasser, das nur langsam wieder ablief. Danach war der Uferweg noch tagelang mit zähem Schlamm bedeckt und ein Zugang zum Steg unmöglich. Rechtzeitig zu den Tagen der Industriekultur (21. bis 29. August) hatten wir endlich wieder „klar Schiff“, doch der in früheren Jahren übliche Besucheransturm blieb weitgehend aus. Man spürte die Verunsicherung der Interessenten angesichts ständig wechselnder behördlicher Anordnungen.

Etwas besser war die Resonanz bei den „Tagen der Offenen Tür“, die wir anlässlich der Eröffnung unserer Sonderausstellung „Wiederauferstehung eines Industriedenkmals – die Rekonstruktion der letzten Rheinschiffsmühle“ für den  4. und 5. September angekündigt hatten. Obwohl an diesen Tagen kein Eintritt erhoben wurde, kamen rund 175 € an Spendengeldern zusammen.

Die Ausstellung, die an den 10. Jahrestag der Ankunft der Schiffsmühle erinnern soll, ist noch bis zum 3. Oktober während er üblichen Besuchszeiten an den Wochenenden  zu besichtigen.  Derzeit gilt weiterhin die 3G-Regel und Maskenpflicht – für unsere Besucher kein Problem, denn als vernünftige Mitbürger haben sie sich natürlich impfen lassen.