Verschiedenes

Neuauflage der Dokumentation „Die Ginsheimer Rheinschiffsmühle“

Als im Juni 2014 die Dokumentation „Die Ginsheimer Rheinschiffsmühle – Von der Idee zur Rekonstruktion“ von Herbert Jack im Selbstverlag erschienen ist, war die kleine Auflage schnell vergriffen. Inzwischen hat der Roland Reischl Verlag in Köln das Werk neu herausgegeben, so dass es ab sofort wieder erhältlich ist. Herbert Jack, Vorsitzender des Schiffsmühlenvereins und Initiator des Projekts, beschreibt darin aus erster Hand den langen Weg von der Spurensuche zum historischen Vorbild über die Idee eines Nachbaus bis hin zur Realisierung.  Das Buch schildert in unterhaltsamer Weise auch, wie der Autor im Vorwort schreibt, „die vielen glücklichen Umstände und auch die vielen unvorhersehbaren Zufälle, die im Laufe der Jahre immer wieder weiter halfen“.

Die Neuauflage wurde komplett überarbeitet und neu gestaltet. Sie erhält außerdem verschiedene Ergänzungen aus den Vorkommnissen der letzten drei Jahre. Das Buch ist zum Preis von 15,00 € in der Schiffsmühle erhältlich; der Reinerlös kommt in vollem Umfang dem Verein zugute. Es kann auch im Buchhandel sowie direkt beim Verlag bestellt werden.

Herbert Jack: Die Ginsheimer Rheinschiffsmühle
Von der Idee zur Rekonstruktion.

132 Seiten, reichhaltig illustriert mit ca. 260 größtenteils farbigen Fotos und Abbildungen, Broschur. 21 x 21 cm. Überarbeitete Neuauflage der 2014 im Selbstverlag Herbert Jack erschienenen Originalausgabe.
ISBN: 978-3-943580-20-4. Neuerscheinung Juni 2017. 15,00 Euro

 

Außerdem im Roland Reischl Verlag erschienen:

Jochen Frickel: Die Kraft des Stromes
Historischer Heimatkrimi aus der Zeit der Schiffsmühlen

304 S., mit Übersichtskarte, Anmerkungen, Quellenverzeichnis, Vor- und Nachwort des Autors sowie 6 Illustrationen von Horst Seil (Ginsheim). Überarbeitete Neuauflage der 2015 im Autorenverlag Mainspitze erschienenen Originalausgabe. Broschur 13 x 20 cm.
ISBN: 978-3-943580-16-7. 12,80 Euro

 

Für jeden etwas – Kultur und Feste rund um die Schiffsmühle

Öfter als in den Jahren zuvor wird das besondere Ambiente und die herrliche Lage unserer Schiffsmühle in dieser Saison den Rahmen für die unterschiedlichsten Veranstaltungen und Feste abgeben. Ein Flyer mit dem umfangreichen Programm, der an verschiedenen Stellen der Mainspitz-Gemeinden ausgelegt wird, zeigt die ganze Vielfalt des Angebots, welches die unterschiedlichsten Zielgruppen anspricht. So wird es nicht weniger als sechs Veranstaltungen der Reihe Kultur in der Mühle  geben, bei denen die Besucher in der historischen Atmosphäre des Getreidebodens die intime Nähe zu den Künstlern genießen können.

Karten zu allen Veranstaltungen Kultur in der Mühle  sind ab sofort während der Öffnungszeiten in der Schiffsmühle zu erhalten. Oder durch telefonische Reservierung  unter 0157 3705 2722. Bitte beachten Sie die Terminankündigungen hier auf der Homepage und in der Presse.

Doch damit nicht genug: Auch rund um die Schiffsmühle wird in diesem Jahr kräftig gefeiert.

Am Pfingstmontag (5. Juni) findet wieder der Deutsche Mühlentag statt, mit einem bunten Programm auf der Rampe, zu dem unter anderem die Geusemer Schlepperfreunde mit einer Oldtimer-Traktoren- und Dreschmaschinenausstellung beitragen werden. Für Musik am Nachmittag sorgt zunächst die Gruppe „Chance to Dance“. Sie spielt traditionelle Musik zum Tanzen mit einer kraftvollen Mischung aus Akkordeon, Geige, Dudelsäcken, Mandoline und Kontrabass. Die Musik stammt aus England, Frankreich und der Bretagne, Spanien und anderen europäischen Ländern.Ein kraftvolles Intermezzo wird gegen 16.00 Uhr die Ginsheimer „Batería Caipirinha“ bieten. Für das leibliche Wohl (neu: Flammenkuchen!) ist selbstverständlich auch gesorgt.

Bei den alljährlichen stattfindenden Tagen der Industriekultur vom 5. bis 13. August sind wir natürlich auch wieder beteiligt und bieten Sonderöffnungstage, Sonderführungen und eine Ausstellung von Mühlenmodellen an.

In Zusammenarbeit mit dem Regionalpark Rhein-Main gibt es zum Rundroutenfest am 3. September wiederum einige Attraktionen auf der Rampe. Lassen Sie sich überraschen!

Schließlich steigt im Herbst noch die große Geburtstagsfeier unserer Schiffsmühle. Gleich an drei Tagen, vom 29. September bis zum 1. Oktober, wird im Zelt auf der Rampe und in der Schiffsmühle ein ungewöhnliches Programm geboten. Einzelheiten werden hier noch nicht verraten – nur eines: es wird ein unerwartetes Fest!

Bitte verfolgen Sie die Ankündigungen in der nächsten Schiffsmühlen-Info, in der Presse und im Internet! Wir wünschen allen unseren Mitgliedern und Freunden viel Vergnügen und gute Unterhaltung bei unseren Veranstaltungen!

Hochwasser und Aufräumarbeiten

Das ungewöhnlich lang anhaltende Rheinhochwasser in diesem Sommer brachte auch für die Ginsheimer Schiffsmühle einigen Ungemach mit sich. Den ganzen Juni hindurch musste die Schiffsmühle für Besucher geschlossen bleiben, weil der Uferweg und der Zugang zum Steg meterhoch unter Wasser standen. Zahlreichen angemeldeten Gruppen mit insgesamt mehr als 250 Personen musste bedauerlicherweise abgesagt werden. Zusammen mit den Ausfällen aus den Eintrittsgeldern der spontanen Besucher summieren sich die Einnahmeeinbußen für den Verein auf weit über 1000 Euro.

Als der Pegel endlich wieder zu sinken begann, zeigte sich das ganze Ausmaß der Schäden, die durch angeschwemmtes Treibholz entstanden waren. Rund um das Schiff hatten sich erneut etliche Bäume und größere Äste verhakt, die nur durch den Einsatz des THW mit einem starken Boot beseitigt werden konnten. Eine besonders lange Weide, die direkt unter dem Steg eingekeilt war, wurde erst am letzten Wochenende mit schwerem Gerät an Land gezogen.

Ein weiterer großer Baum hatte sich so unglücklich zwischen die Dalben und den Schiffsrumpf geschoben, dass das flussseitige Wasserrad blockiert war und die Gefahr bestand, dass bei weiter sinkendem Wasserstand das Mühlenschiff in Schieflage geraten würde. Dieses Problem konnte nur durch den Einsatz eines professionellen Tauchunternehmens behoben werden. Markus Lehr aus Gensingen war am vergangenen Freitag fast zwei Stunden mit der Handsäge unter Wasser zugange, bis das Ungetüm, in mehrere Teile zerlegt, endlich davonschwimmen konnte. Natürlich wurde dieses nicht alltägliche Schauspiel von zahlreichen Vereinsmitgliedern mit Spannung verfolgt. Sie fühlten sich daran erinnert, dass die Rheinmüller früherer Zeiten häufig mit solchen – für sie durchaus existenzbedrohenden – Problemen konfrontiert waren, die sie damals allerdings mit wesentlich bescheideneren technischen Hilfsmitteln zu lösen hatten.

Nun ist die Mühle wieder zugänglich und freut sich jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag zwischen 13:30 und 18:00 Uhr auf die Besucher. Die geborgenen Baumstämme, die derzeit noch im Uferbereich lagern, vermitteln dabei vielleicht einen kleinen Eindruck von der Kraft des Stromes.