Mühlentechnik

Sicherer Zugang auch bei hohem Wasserstand

Rechtzeitig zu Beginn der Sommersaison wurde der schon lange geplante Umbau am Zugang zur Mühle vorgenommen: An der Uferseite wurde der Steg mit einer entsprechenden Unterkonstruktion um circa 50 cm angehoben. Gleichzeitig wurde der Bereich vor dem Steg gepflastert. Somit können unsere Besucher jetzt auch bei leichtem Hochwasser (Pegelstand Mainz  bis 4,50 m) trockenen Fußes auf die Schiffsmühle gelangen.

Wieder einmal ist es unseren tüchtigen Handwerkern gelungen, in kurzer Zeit und zu vertretbaren Kosten eine deutliche Verbesserung für unsere Besucher zu erreichen. Die Idee und die Planung der Arbeiten verdanken wir Norbert Kuhnt.

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26.03.2016

Bisher mussten wir in jedem Jahr für einige Tage schließen, weil der Zugang zum Steg unter Wasser stand. Besonders ärgerlich war das, wenn sich Besuchergruppen angemeldet hatten oder gar eine Veranstaltung oder Trauung im Programm stand. In Zukunft wird das hoffentlich weit seltener passieren. Nur wenn der Uferweg selbst überflutet ist, wird es weiterhin heißen: Wegen Hochwasser geschlossen.

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Pegelstand 4,26 m am 20.04.2016

Schon wenige Wochen nach der Fertigstellung musste die Konstruktion ihre erste Bewährungsprobe bestehen: Zwischen dem 19. und 22.04.2016 stieg der Pegel des Rheins erneut deutlich über die bisher kritische Marke von 4,10 m. Für diese Tage hatten sich zahlreiche Gruppen angemeldet, die über den neuen Zugang alle problemlos aufs Schiff gelangen konnten.

Weitere Mühlengeräte geholt

Am 17. und 18. Mai fuhren 6 Vereinsmitglieder nach Malkomes in Oberhessen, unweit von Bad Hersfeld. Von dort wurden mehrere Geräte angeboten, die wir uns im Frühjahr bereits angesehen hatten, und die nun ausgebaut und zu unserer Schiffsmühle transportiert wurden. Es handelt sich um recht kompakte Ausgaben eines Plansichters sowie eines Trieurs und um den kompletten Antrieb für eine Sackhebe.

Der Plansichter ist nach dem Handsieb, dem Beutelkasten und dem Sechskanter die vierte Generation von Siebvorrichtungen. Ein solches Gerät war zwar nach unserer Kenntnis nicht in der Vorgänger-Mühle installiert, aber er ergänzt in hervorragender Weise die Innenausstattung unserer Mühle.

Einen Trieur haben wir schon. Aber diese Kurz-Ausgabe lässt sehr gut von außen erkennen, durch welch sinnvolle Erfindung es möglich wird, den Fremdsamen auszusondern. Wir erwägen, diesen Trieur aufzuschneiden, um das Innenleben noch deutlicher zeigen zu können.

Mit dem Wunsch der Installation einer Sackhebe hat sich Norbert Kuhnt schon lange beschäftigt. Ganz begeistert war er, als er in Malkomes die erforderliche Einrichtung vorfand – und diese ausbauen und mitnehmen durfte.

Es wird einige Zeit in Anspruch nehmen, diese Geräte einzubauen. Aber wir haben ja keine Eile und unser Handwerker-Team kann sich die nötige Zeit nehmen. Im Moment ist insbesondere Dietmar Kuster damit beschäftigt, die ca. 200 Ersatz-Kämme für das Königsrad zu schneiden. Aufgrund der Vielzahl der Teile, von denen jedes 18 Schnitte bis zur Fertigstellung braucht, eine schon fast stumpfsinnige Arbeit; aber auch sie verlangt eine präzise Handhabung.

Wir wollen nicht versäumen, dem sympathischen Ehepaar Eider zu danken. Sie haben uns sehr freundlich aufgenommen und die Teile kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies fiel ihnen sichtbar nicht leicht, war doch die – allerdings schon seit mehreren Jahres stillgelegte – Mühle Teil ihres Lebens.

Vertiefte Einblicke in die Mühlentechnik

Unsere Besucher sind jedesmal beeindruckt, wenn sie unsere Reinigungsgeräte, Walzenstühle und Siebeinrichtungen in Aktion erleben können.  Zahnräder, Riemenscheiben und Transmissionen sind in Bewegung – was aber genau im Inneren der Maschinen vor sich geht, bleibt dem Auge meist verborgen.

Zum besseren Verständnis können Sie hier einen Blick in das Innenleben der wichtigsten Geräte werfen und die mechanischen Prozesse anhand von Animationen, kurzen Filmausschnitten und gesprochenen Erläuterungen nachvollziehen. Unser Mitglied Prof. Dr. Hans Holland hat diese Dokumentation erstellt – unter Verwendung von Material, das Ansgar Rahmacher entwickelt hat. Beiden sind wir zu Dank verpflichtet.

Der komplette Film, der rund 9 Minuten dauert, zeigt den gesamten Arbeitsablauf in unserer Mühle. Sie können sich aber auch Ausschnitte davon ansehen – klicken Sie einfach auf das Thema, das Sie interessiert. Viel Spaß beim Anschauen!