Mühlentechnik

Die Arbeiten in der Mühle

Es ist nach wie vor bewundernswert, mit welchem Können und mit welcher Motivation unsere Handwerker arbeiten. Zurzeit

  • wird die interne Stromversorgung verlegt, zu den Motoren, zu den Steckdosen und zu den direkten Verbrauchern wie Kühlschrank, Gefriertruhe, Außenbeleuchtung, Warnanlage etc.,
  • werden die Schurren (Schütten zu den Abfüllstationen) gebaut und eingebaut,
  • werden die Elevatoren bis hoch in den First montiert, und die Transportriemen  mitsamt ihren Bechern werden eingebracht,
  • werden die Motoren für den Antrieb des Getriebes und des landseitigen Wasserrades montiert und angeschlossen,
  • wird damit begonnen, die Transmissionsriemen aufzulegen,
  • werden noch einige alte Teile, in denen noch der Holzwurm lebt, einer giftfreien Wurmkur unterzogen (Details anlässlich unserer Führungen in der Mühle!).

Arbeiten-2013-04-cHinzu kommen dann noch die Reinigungsarbeiten, die Materialbeschaffung, die tägliche Batteriepflege und viele, viele weitere „Kleinigkeiten“, die es fast nicht zu erwähnen lohnt, die jedoch ebenfalls wichtig und unverzichtbar sind.

Das ist jedoch nur ein Ausschnitt des Aufgabenplanes, der Position für Position abgearbeitet wird.

Und wenn Sie mal wirklich an einem Dienstag nichts zu tun wissen: Unser Team freut sich über jede Unterstützung. – An jedem Dienstag wird mindestens von 9 bis 15 Uhr gearbeitet.

Arbeiten-2013-04-a

Bei dieser Gelegenheit sollen einmal all die Helfer genannt werden, die regelmäßig in der Mühle arbeiten; in alphabetischer Reihenfolge:

Helmut BaumgartArbeiten-2013-04-b
Manfred Büttner
Horst Geburtig
Dr. Hans Holland
Herbert Jack
Robert Kammer
Norbert Kuhnt
Dietmar Kuster

Danke! – Danke! – Danke!
Ohne Euch wäre kein Fortkommen der Arbeiten!

 

 

Der erste Schaden

Es wäre ja fast zu schön, wenn immer alles nach Plan ginge. So haben wir im Verlaufe der Arbeiten schon hie und da gespürt, dass nachträgliche Änderungen, Anpassungen und Korrekturen erforderlich wurden. Das hat aber die Mannschaft keineswegs entmutigt – sie stellt sich nach wie vor den teilweise auch für sie neuen Aufgaben.

Nun ist allerdings der erste größere Schaden an einem Bauteil festzustellen: Das Unterteil des äußeren Wasserrades auf der Steuerbordseite (also auf der Flussseite) ist gebrochen. Zurzeit wird die Ursache dieses Fehlers zusammen mit dem Lieferanten geprüft.

Wie auch immer die Prüfung ausgeht: es wird eine besondere Aufgabe sein, dieses Lager auszutauschen. Hierzu muss zunächst das 4 Tonnen schwere Wasserrad angehoben werden. Dann ist das –auch nicht ganz so leichte – Lager vom Ausleger zu lösen und durch ein neues zu ersetzen. Trotz allem: wir können sicher sein, auch dieses Problem zu lösen. Unser Norbert Kuhnt, ein wahrer Könner im Behandeln schwerer und schwerster Teile, hat sich schon etwas ausgedacht, wie er die Arbeiten meistert, die ja überwiegend von einem Kahn aus zu steuern sind.

Wünschen Sie ihm und uns viel Erfolg! Das können wir brauchen.

schaden

Die Mühlsteinfabrikation in La Ferté-sous-Jouarre

Wir sind stolz auf unsere Mühlsteine aus der ehemals berühmten Fabrikation von
La Ferté-sous-Jouarre in der Nähe von Paris, die seinerzeit wegen ihrer außerordentlichen Abriebfestigkeit heiß begehrt waren und als „Franzosensteine“ in ganz Europa vertrieben wurden.

Einem Besucher, der kürzlich mit seinem französischen Freund – der aus dieser Gegend stammt – bei uns war, verdanken wir zwei hochinteressante historische Dokumente zu diesem Thema. Es handelt sich um einen Bericht über die Lagerung und Gewinnung von Mühlsteinen von 1835 sowie einen Artikel zur Mühlsteinfabrikation von 1878. Beide Artikel sind im Polytechnischen Journal erschienen.