Trauungen und Benefiz-Konzert fallen ins (Hoch-)Wasser

Die Brautpaare haben sich so sehr auf ihre standesamtliche Trauung in der Schiffsmühle gefreut und ihre Verwandten und Freunde dorthin eingeladen. Der Ort der Trauung, die Schiffsmühle, war bewusst ausgewählt, und man hatte sich gefreut. Und jetzt kommt ein unerwartetes Hochwasser, das die Planung durcheinander wirft.

Der Zugang zur Schiffsmühle ist bei einem Stand des Mainzer Pegels bis zu ca. 4,10 m möglich. Am Dienstag um die Mittagszeit zeigte der Pegel schon einen Stand von mehr als 4,80 m an, bei weiterhin steigender Tendenz. Für Mittwoch und Donnerstag werden gar mehr als 5 m prognostiziert. Leider ist nicht zu erwarten, dass diese Marke bis zum Freitag und rund einen Meter sinkt.

06.05.2015 19:45

06.05.2015 19:45

Selbstverständlich können die Paare heiraten – aber an einem anderen Ort, der in Verbindung mit dem Standesamt sicher gefunden wird. Es ist den Paaren zu wünschen, dass dies die einzige unangenehme Überraschung für ihre Ehe ist.

Auch den Schiffsmühlenverein trifft dieses Ereignis recht hart. Insgesamt fünf Gruppen mit zusammen mehr als 100 Teilnehmern haben sich für diese Woche zu Besuch angemeldet und mussten ausgeladen werden. Darunter auch eine Gruppe, die aus Frankreich in unsere Gegend angereist ist.

Weiterhin sollte am Samstagabend ein Konzert des DPS-Trio in der Schiffsmühle stattfinden. Auch dieses musste abgesagt bzw. auf einen späteren Termin verlegt werden. Karten, die bereits im Vorverkauf erworben wurden, behalten je nach Wunsch der Gäste ihre Gültigkeit oder werden zurückgenommen und der bezahlte Betrag wird erstattet. Der neue Termin wird so schnell wie möglich mitgeteilt.

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Feier zur Übergabe

„Mit einer Mühle und einer Frau wird man niemals fertig!“  Mit diesem alten Sprichwort, augenzwinkernd zitiert von Herbert Jack, dem Vorsitzenden des Vereins Historische Rheinschiffsmühle Ginsheim,  begann die Feierstunde zur Übergabe der „fertigen“ Schiffsmühle am 19. April 2015. Zwar liegt das eigentümliche Mühlenschiff schon seit Ende September 2011 vor der Altrheinmündung, und zahlreiche Besucher haben es schon besichtigt. Dennoch waren die letzten Jahre immer noch geprägt von der unermüdlichen Arbeit der ehrenamtlichen Helfer mit dem Ziel, den Innenausbau weiter voranzutreiben und die zahlreichen historischen Gerätschaften  in einen funktionsfähigen Zustand zu versetzen.  Nicht ohne Stolz konnte Jack jetzt vermelden, dass der selbst gesetzte Anspruch des Vereins, eine voll betriebsbereite Schiffsmühle auf dem technischen Stand von 1900 zu zeigen, erfüllt ist – auch wenn, schon aus hygienischen Gründen, hier kein Mehl mehr produziert wird.

Ein Grund zum Feiern also, zu einem Rückblick auf das bisher Geleistete und auf die historische Bedeutung des Mühlenwesens für Ginsheim, aber auch zu einem mahnenden Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen.  So wies der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch, der in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Stiftung Flughafen das Projekt maßgeblich gefördert hatte, in seinem Grußwort auf die Verantwortung künftiger Generationen hin, das nunmehr Geschaffene nachhaltig zu sichern und zu bewahren.  Auch Richard von Neumann, Bürgermeister der Stadt Ginsheim-Gustavsburg, machte in seiner Ansprache deutlich, dass öffentliche Mittel zur Erhaltung der Museumsmühle nicht zu erwarten seien und die Betreiber weiterhin auf private Initiative und freiwillige ehrenamtliche Tätigkeit setzen müssen.

Zuvor hatte Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Rupprecht vom GPR Rüsselsheim in seiner Festrede den weiten Bogen gespannt  zwischen der Arbeitsweise einer wassergetriebenen Mühle und der Funktion des menschlichen Herzens.  Er betonte die enge Verbindung von Herz und Seele, wie sie auch in zahlreichen Redewendungen und im Volksgut, bis hinein in die Mühlenromantik, zum Ausdruck kommt. Die lockere Feierstunde wurde umrahmt von den Darbietungen eines vielseitigen Bläserquintetts, bestehend aus Solisten des Mainzer und des Wiesbadener Theaterorchesters.

Bei herrlichem Frühlingswetter konnte die Besucherschar anschließend am Rheinufer gemütlich weiter feiern. Wegen des unerwartet  großen Andrangs waren allerdings bereits am frühen Nachmittag alle Steaks, Bratwürste und auch das beliebte Schiffsmühlenbrot restlos ausverkauft. Die Gäste blieben dennoch gerne sitzen und ließen es sich bei einem  Bier oder einem Glas Wein und den populären Melodien des Evangelischen Posaunenchors Ginsheim gut gehen.

Mehr als 500 Besucher wollten zudem an diesem Tag auch die Schiffsmühle von innen besichtigen – eine echte Herausforderung für ein halbes Dutzend Mühlenführer, die die Massen im 20-Minuten-Takt durch die engen Gänge schleusen mussten. Viele äußerten den Wunsch, zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu kommen, wenn es etwas ruhiger zugeht.

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Kultur in der Mühle – Ausstellung Ruth Schürg

Wir setzen unser Programm „Kultur in der Mühle“ mit einer Gemäldeausstellung fort. Hierfür konnte die Künstlerin Ruth Schürg aus Bauschheim gewonnen werden. Ruth Schürg malt seit mehr als 25 Jahren.

Arc_Paris_kBegonnen hat sie mit Aquarell-Arbeiten, eine Technik, die sie immer noch pflegt. Hinzu kam das Malen mit Acryl. Sie verbessert ständig ihre Fertigkeiten durch Weiterbildung und Seminare, die sie unter anderem bei VOKA und Alvao Castagner (Uruguay) belegt. Ihre ständige Dozentin ist Anja Gensert aus Nauheim.

Ab 12. April wird Ruth Schürg mehrere ihrer Werke in teilweise wechselnder Zusammenstellung in der Schiffsmühle zeigen. Der Titel der Auswahl ist „Stadt – Land – Fluss“. Es ist nicht ihre erste Ausstellung, aber sicher die in der eigenartigsten und ungewöhnlichsten Umgebung. BrooklynEin Besuch der Ausstellung ist immer während der normalen Offnungszeiten der Schiffsmühle möglich Es wird ein Eintrittsgeld von 3 Euro erbeten. Dies berechtigt zusätzlich zur Teilnahme an einer Mühlenführung.

Die Ausstellung wird bis in den Juni 2015 hinein zu sehen sein.
Vorabinformationen über die Künstlerin erhalten Sie unter www.ruth-schuerg.de.

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Feiern in der Mühle

Unsere Schiffsmühle wurde ja gebaut, damit sie möglichst vielen Personen die Müllerei, wie sie um das Jahr 1900 auf dem Rhein stattfand, näher zu bringen. Das geschieht inzwischen in einem guten Umfang, und wir sind mit den Besucherzahlen zufrieden.
Darüber hinaus finden seit dem letzten Jahr Trauungen in der Mühle statt. Das ist
immer wieder ein schönes Erlebnis. Für die Brautleute und ihre Gäste und auch für uns.
Es ist schön, dabei zu sein, wenn junges Glück in der alten / neuen Mühle zusammen
findet.

Oft wurden wir schon angesprochen, ob man auch andere Feste in der Mühle feiern
kann, zum Beispiel runde Geburtstage, Familienfeste, Firmenmeetings, Vereinssitzun-
gen, oder ähnliches. Diese Frage können wir ab sofort mit einem Ja beantworten. Je nach
Verfügbarkeit von Betreuern, die die Aufsicht übernehmen, kann man die Schiffsmühle
anmieten. Die Regularien hierzu haben wir festgelegt, und sie können auf unserer Internet-Seite unter „Besucher-Info“ eingesehen werden.

Wenn Sie Interesse haben, sprechen Sie bitte mit uns. Wir machen vieles möglich.

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Umwelttag am 7. März 2015

Es ist inzwischen schon Tradition, dass Anfang März die Gemarkung unserer Stadt gesäubert wird. Dutzende Menschen waren in den beiden Ortsteilen unterwegs und haben Müll und Unrat gesammelt. Mitarbeiter der Stadt haben die Tüten abgeholt und abtransportiert. Die Presse hat hierüber ausführlich berichtet.

Auch von dem Schiffsmühlenverein war eine kleine Gruppe unterwegs. Die Männer haben die Umgebung der Schiffsmühle, der Rampe und der Zufahrtsstraße gereinigt. Erfreulicherweise war es nicht allzu viel Arbeit, denn einer unserer Mitbürger ist regelmäßig unterwegs und sammelt den weggeworfenen Schmutz auf der Rampe und entlang des Ufers in der Nähe der Schiffsmühle ein. Nicht zuletzt deshalb ist unser Umfeld
immer recht sauber.

Ein herzliches Dankeschön an diesen Menschen, der nicht genannt werden möchte. Und ein ebenso herzliches Dankeschön an unsere fleißigen Mitglieder.

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